Bürgergemeinde Seltisberg
Der Seltisberger Wald umfasst ca.116 Hektaren Bürgerwald und ca.15 Hektaren Wald anderer Eigentümer. (Angaben Statistisches Jahrbuch des Kantons Basel-Landschaft 2018)

Das Hochplateau mit dem Dorf ist praktisch unbewaldet. Es sind vor allem die Hanglagen gegen das Oristal, das Riedbachtal und das Vordere Frenkental, die bewaldet sind. Die der Sonne zugewandten Hanglagen des Oristals, sind trocken, nährstoffarm und flachgründig. In den andern Lagen sind etwas bessere Bedingungen. Sie sind weniger trocken, nährstoffreicher und tiefgründiger. In unserem Wald wachsen ca. 80% Laubbäume und 20% Nadelbäume.

Die jährlich erlaubte Nutzung entspricht dem natürlichen Jahreszuwachs an Holz und beträgt ca. 600 m
3. Der Wald ist durch ein gut ausgebautes Waldwegenetz erschlossen, welches neben dem Forstbetrieb vor allem von der erholungssuchenden Bevölkerung geschätzt und benutzt wird.

Die Bewirtschaftung an den oft steilen bis mässig steilen Hanglagen ist schwierig, aufwändig und daher nicht kostendeckend. Die Gebiete mit schwacher Holzproduktion sind als Ökosystem sehr wertvoll und liegen in Naturschutzzonen mit regionaler Bedeutung. Sie werden nach eigenen Programmen zulasten des Kantons gepflegt. Etwa ein Viertel unseres Waldes sind Naturschutzzonen oder Altholzinseln mit eingeschränkter Nutzung oder Nutzungsverzicht.

Dank dem bürgereigenen Fernwärmeverbund gelang es unser Holzsortiment auszubauen. Neben Stammholz, Industrieholz und Brennholz produzieren wir heute auch Holzschnitzel für die Wärmeerzeugung in den beiden eigenen Fernwärmezentralen.

Für das Waldgebiet "Schweini" konnte im Waldentwicklungs-Plan ein "Vorrang  Erholung" (Erholungszone) ausgeschieden werden. Dadurch wurde es möglich in diesem Waldteil Anlagen für Freizeitaktivitäten anzubieten wie z.B. das Blockhaus, Sitzgelegenheiten und Feuerstellen.

Den Veränderungen in der Waldentwicklung und Holznutzung musste sich auch unsere Waldbewirtschaftung anpassen: Die vier Betriebe der Bürgergemeinden Bubendorf, Lupsingen, Seltisberg und Ziefen wurden aus wirtschaftlichen Gründen im Forstrevier Riedbach zusammengefasst. Bubendorf tritt als Kopfbetrieb auf und stellt das Personal sowie die nötige Infrastruktur zur Verfügung.

Unser Wald